Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

23. September 1687 · Seite 333 · Scan 344
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Marginalie
[333]
Zeilen 1–2
Dedicatio Angelica 1687
(lat) Engelweihe

Transkription

September.
1
Hechtb vnnda hatte ieder die Seiten, wo gegen
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seinem Hauß stuende. War in der
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Mitte der Gasß, das also zu beiden Seiten eine
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ofene Strasß geweßen.
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12. Engel machte auch eine Hütten vnder dem Schlüss-
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el Brunnen, gleich wohl nit sonders grosß, ie-
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doch stuende sie der Strasß vnnd den Haüßeren
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allerseits sehr vbel an, vnnd war niemand
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darmit erfreüwt. Nichts desto weniger liesse
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mann sie passieren.
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13. Wildt Mann.c Hatt ein eigene grosße
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Hoofstatt, darumb er darauf hette Hüttnen
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mögen.d Hatt aber solches nit thuen wollen, theils
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weilen er sonsten ein grosßes Hauß hatte, theils
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weilen er vorgesehen, das das stäthe Reegen-
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Wetter nit vill Pilger wurde allhero reißen
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lasßen.
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Nunn hätte ich dißes gar nit hie her gesezt,
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wann nit von Ampts wegen ein Scrupel ge-
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habt hette, das ins künftige mehrere Gedanken
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vber solches Hüttnen von der Oberkeit sollen gemacht
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werden, vnnd nit mehr zugeben, das die Wÿhrt
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hüttnen mögen nach Ihrem Belieben, nit nur zum
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Kochen, sonder auch zum Margentendterÿen etc. sonder
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es soll niemand mehr anderst Hüttnen, als nur
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die Feürs Gefahr zu vermeiden, wie es vor
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dißem auch geweßen.
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Mann solle auch ins künftig sonderbahr sorg-
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feltig

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Korrektur durch Autor am Seitenrand. Rekonstruiert: "Schäflin" durch "Hecht" ersetzt.
c Texteingriff durch Edition: Punkt durch Edierende eingesetzt.
d Texteingriff durch Edition: Doppelpunkt durch Punkt ersetzt.