Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

23. September 1687 · Seite 332 · Scan 343
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Marginalie
[332]
Zeilen 1–2
Dedicatio Angelica 1687
(lat) Engelweihe

Transkription

September.
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heür aber wolte er wie andere, auch eine ha-
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ben; die er vor seinem Hauß bis an die mitt-
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lere Strasß hinauß gezogen, sonderlich auß
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Antrib Statthalter Jützen, der zu seinem
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WyhrtsHauß Zum weisßen Wind mit allen Kräften
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ein Strasß haben wollen, die für 3 Wägen gross
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genueg geweßen were. Wormit zwar
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dem Willi nichts sonderer Schaden zugewachßen,
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iedoch die vornembste Kirchen-strasß geschmä-
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leret, vnnd die Kramläden zimmlich verstekt
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stehen müsßen. Derentwegen in dißen
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vnnd anderen ins künftig wohl Obsicht zu-
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halten.
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9. Bären wolte Hütten, befande aber von
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Ochßen vnnd benachbarten Häußeren zimmlichen
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Widerstand, also das der Herr Ausschüz auf
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den Augenschein begehrt werden müsßen, vnnd sie
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die Parthÿen vergleichen, weilen der Ochßenwyhrt
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vermeinte, die Bären Hütten komme gar zu
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nach an sein Hauß, verkürzere vnnd schmä-
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lere die Strasß etc. Ist endlich durch Zureden
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der Amptleüten gemilteret worden, vnnd alles
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ima Friden erhalten.
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10. Schlüssel .b Hüttete im gleichem, hatte aber
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nit sonders Widerstand; weilen aber er etwas
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spats, vnnd zumahl ylfertig aufgerichtet,
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hatte mann durch die Fingerc sehen wollen,
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vnnd fünfi lasßen grad seÿn.d Mit Ihme
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hüttnete zum II. vnder eim Tach der Wyhrt zum
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Hecht xxxe

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Texteingriff durch Edition: Punkt durch Edierende eingefügt.
c Unsichere Lesung.
d Texteingriff durch Edition: Doppelpunkt durch Punkt ersetzt.
e Streichung durch Autor. Unsichere Lesung: Schäflin.