Transkription
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9. Ianuarii. Ist abgestorben Joseph Reÿmann1 vnßer
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Mann, der schon in die 20 jahr oder mehr darin
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gedient hatte. Ab dißem todt ist vnßere
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buchtrukerÿ nit wenig ins leid kommen, vnnd
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zimmlich gestekt worden, weilen er alle Correcturen,
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sonderlich in Ihr Fürstlich Gnaden Theologia2, die iez
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zum Endt solte gehen, einzig geferget: aniezo
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aber auf sein todtliches hinscheiden keiner mehr
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geweßen, der so bald ihme in seine Fuesstapfen
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nachfolgen könnte. Desßentwegen dannen mann
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ersorgen wollen, es möchte diß Werk auf nechste
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Fasten nit wohl expediert werden, vnnd nacher
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sonsten verhoft vnnd gemeinet ware. Eß
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hatt der gute Joseph zimmlich vill arme Kinder
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hinderlasßen, vnnd ein zimmlich liederliche Frauw,
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dennen allen nit wohl ergehen könnte, vmb daß
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sie ihren Vatter verlohren. Gott tröste den
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Lieben abgestorbenen, vnnd seine Erbschaft vnnd
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Kinder, vnnd vnß samptlich etc. Als
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er zu Kirchen getragen worden, waren bÿ der Leich-
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mit allen Hoofbedienten, auch von der Buchtruk-
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erÿ, buchbinderi , Schriftgiesßerÿ alle Gesell-
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schaft, mit vilem anderem Volk, also das er cæ-
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teris paribus ein Ansehenliche Leichbegängnuß
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gehabt.
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darvor hörten ettliche vnßere Eÿnsidler
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grosße Gloken leüten, die aber sie nit erkennen
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möchten,