Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

21. November 1698 · Seite 440v · Scan 910
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[440v]
Zeile 1
1698
Zeilen 5–7
Simon Weber cupit tractare de cote aquaria.
(lat) Simon Weber will um die Schleifmühle verhandeln.
Zeilen 20–23
Lienadus b Schlatter ob negatas decimas in Frauenfeld citatus.
(lat) Lienard Schlatter wird wegen dem verweigerten Zehnt nach Frauenfeld zitiert.
Zeilen 28–29
Is apud Steinios auxilium quaerit.
(lat) Er ersucht bei den Steinern um Unterstützung.

Transkription

November.
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Weber war auch gegenwertig, wolte mit
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mir tractieren vmb die Schleife in der
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Oberen Mülli zu versehen. Ich erforderte 5 Florina
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ihme dise zu Lehen zugeben, er aber er-
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bietete nur 4. Seÿnd also auch wir
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nit eins worden, vnnd gebliben was wir
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neüwlich mit ein anderen gehandlet,
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nemmlich daß er den halben Nuzen von der
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Schleife zu seiner besoldung haben, den
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anderen halben der herrschaft in Treüwen
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zustellen solle.
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Den 21. Novembris. Continuierte der Luft annoch, doch
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nit so streng wie gestert, vnnd liesß
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vnß ganz schönen hellen Himmel, war ganz
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milt vnnd nit kalt Wetter.
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Hatte vorgester dem Lienard Schlatter
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zu Wagenhausen für Tagsazung nacher
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Frauwenfeld verkünden lasßen, vmb das
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er vnß ein gewüsßes Stüklin Wiswachs,
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so er vnlengst verkauft, für Zehendt-
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Freyc halten wollen, doch aber desßen kein
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ander beweistumb hatte, als einzig et-
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was possession, vnnd das es hoofstatt
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Recht haben solle. Er ist darüber nacher Stein
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gangen zu Herrn Beniamin Schmid OberVogten
30
zu

Anmerkungen

a Ergänzung durch Autor am Seitenrand. Rekonstruiert: "5 Florin" eingefügt.
b Irrtum des Autors: Lienardus.
c Unsichere Lesung.