Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

12. November 1698 · Seite 433r · Scan 895
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[433r]
Zeile 1
1698
Zeile 4
Frigus.
(lat) Kälte.
Zeile 6
Frater Iosephus redit.
(lat) Bruder Joseph kehrt zurück.
Zeilen 16–19
Daniel Zollikhofer petit recommendari suo parenti pro subsidio.
(lat) Daniel Zollikofer bittet darum, ihn seinem Vater für Unterstützung zu empfehlen.
Zeilen 25–27
Conradus Zuber cupit emere frumenta apud nos.
(lat) Konrad Zuber will bei uns Getreide kaufen.

Transkription

November.
1
Zu Clingenzell angetrofen, dennen
2
ich mich zugesellet etc. Hernach bin
3
ich meistes rüehwig geweßen, aber
4
ganz gern in der Stuben, wegen grosßer
5
Kalte: vnnd erhellete der Himmel
6
bis in die Nacht. Auf den Abend ist
7
vnßer Bruder Joseph von gehalter seiner Re-
8
creation Reiß wider ankommen, da wir schon
9
vast ein halbe Stund bÿ dem Tisch gewesen.
10
Hatt sich zu vnß gesezt, vnnd von
12
Liechtensteig brief gebracht. Eß
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folgte ein stille, aber sehr kalte Nacht.
14
Den 12. Novembris. Ist wider ein frischer Morg-
15
en gewesen, vnnd Stein vnnd bein ge-
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heüt frühe kommen, pittend ihne seinem
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recommendieren, das er in seiner Noth
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mehrers Vätterlicha Hilf haben könnte,
21
als aber er bis dato erfahren. Hab ihme
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gewillfahret, vnnd mit einem ganz
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freündlichen Schreiben ihne recommendirt:
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Mit welchem er mit Freüwden heim-
25
gangen. Gleich darüber ist Meister
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Conrad Zuber der Schreiner ankommen
27
in Meÿnung etwas Fruchts auß vns-
28
er Mülle haben zukonnen. Ich wolte
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lieber als gern ihme bedient ge-
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wesen seÿn, allein weilen das hochOber-
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keitliche

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.