Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

30. Oktober 1698 · Seite 429r · Scan 887
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[429r]
Zeile 1
1698
Zeilen 4–7
Mandatum emanatum ex Frauenfeld de non vendendo frumento nisi in publico foro.
(lat) Aus Frauenfeld wird ein Mandat erlassen, kein Getreide zu verkaufen, ausser auf den öffentlichen Märkten.
Zeilen 27–28
Id facit multam difficultatem.
(lat) Dieses bereitet grosse Schwierigkeiten.

Transkription

November.
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nerigen Tag angestelltem Gericht
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bÿzuwohnen. Den tag hatt
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Herr Landvogt ein Mandat in den
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Kirchen außkünden lasßen, darin
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er von hohen Oberkeit wegen ver-
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bietet, weder Korn, Roggen, Haber,
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Gersten, noch anders Getreidt auf
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Währschaft vnnd Fürkauf an sich
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zu handlen, auch keiner (es seÿen
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Gottshaüßer, Grichtsherren oder andere)
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einige obbedeüter Früchten vsßert
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Lands zuführen, oder auf was Wÿß
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es auch seÿn möchte, darauf zu-
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verkaufen, befüegt, sonder ein ieder
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schuldig seÿn solle, seine Früchte
16
vnnd Getreids auf die freÿe ofen-
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liche nächst gelegene Märkt zu freÿem
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feilen Kauf kommen zulasßen.
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Welche hieranwidera handlen werden,
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sie seÿen, wer sie wollen, sollen
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nit nur allein nach beschafenheit der
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Vbertrettung mit Ernst abgestraft,
23
sondern auch dergleichen Frücht als
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verwürkts Gut ohne alles Verschonen
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zu hoch oberkeitlichen Handen gezogen
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werden. Etc. Frauwenfeld den
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30. Octobris 98. Auf solch
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Mandat (so vnßer Weÿbel mir ge-
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wisen) fiel mir sehr schwär vor,
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solches zuhalten, vnnd sonderlich weil-
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en verwichener Tagen ich zu 10 Malter
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einem Müller von Bülach versprechen
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in vnßer Mülle einzumesßen, vnnd
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er

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.