Transkription
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Icha hatte gestert ein Schreiben von vnserem
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Neüwen Herrn Electo empfangen, darin
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er verlangte zu wüsßen, wann doch
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ich ohne sonderlichen des Gottshauses Schad-
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en möchte von hier verreißen mögen.
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Ich antwortete, des Nuzens halber
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ich alle Stund abreißen könne, dann
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ich seÿe ein vnnutzer Knecht. Verhofe
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doch meine Gescheft bis zu End dises Mo-
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nats dergestalten richtig zumachen,
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daß bis dahin zu reißen ich wohl werde
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Zeit haben: allein hernach möchten sich
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Mehr herfür thuen, dann die vnder-
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thanen werden nit gern wollen ohne
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Oberkeit seÿn. Mir aber werde das
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liebste seÿn, wenn ich werd können
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im Kloster verbleiben, vnnd meine noch
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vbrige wenige tag dorten zubringen etc.
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Es hatte vnßer Reverendus Dominus Electus einen
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Expressen gesandt. Ich hatte aber eben
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diser tagen durch Jacob Curriger schon
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vorhero eben dises pro primis precibus
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begehrt, vnnd glaube, das eben an
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dem Tag er mein Schreiben werde em-
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pfangen haben.
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Den 9. Novembris. Ist ein feiner Tag, nach
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zimmlich windiger Nacht gefolget.
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Ich erwartete heüt den Michael Dietrich
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von Cell, so iüngst gesagt, heüt er-
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scheinen wolle, vnßere Reeben zu Cell
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mir abzumarkten. Er ist aber nit
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kommen, ohnzweifenlich, weilen er ge-
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sorgt,