Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

30. Oktober 1698 · Seite 421v · Scan 870
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Marginalie
[421v]
Zeile 1
1698
Zeilen 25–27
Reverendissimus Dominus Resignatus noster cum Domino Decano appulsus.
(lat) Ihre Hochwürden, Herr Resignatus und Herr Dekan treffen ein.

Transkription

October.
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richtet vnnd geschlagen, warum hatt
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mann nit selbigen citiert? Etc. Ich
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sagte, daß von disem nichts gehört, vnnd
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seÿe mir angelegen, das wann einer
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klag hatt, ich die Klag also verhören
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soll, daß auch der beklagte sich verant-
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worten möge: vnnd weilen aber iezt Felix
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Freÿ nit gegenwertig, lasße ich den
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Handel gestellt, vnnd hofe, er nit
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so böß geweßen, wie etwann mir vor-
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gegeben worden. Er treüwete, woll
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dem Felix ein anders sagen, vnnd wenn
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er iezt gegenwertig were, wolte er
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ihme ein Wort auf dem Kopf sezen,
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das er derena gedenken worde. Ich
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sahe, daß der Tropf reüschig, vnnd
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sagte, er mir mein Handschrift wider
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zustellen solle. Er aber antwortete, das
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er sie dem Herrn Landtvogt weißen, vnnd
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ihne zuvor darüber vrtheilen wolle
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lasßen: gieng also der Stiegen zu vnnd
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darvon: wesßwegen ich ihme auch
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kein Glaß Wein wollen darbieten,
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vnnd laufen lasßen. Gegen
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halber 5 Vhren ist vnßer Reverendus Dominus Resig-
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natus, mit Herrn Decano, hier zugeritten,
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von Sonnenberg vber Pfÿn kommend.
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Weil nunn disere Ankunft vner-
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wartet vnnd vnverhofet geschehen,
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hatt es in vnserem Hauß vill Wesens
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gemacht, bis alles der Gebühr nach zu
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der Aufwart bereitet geweßen.
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Wir

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.