Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

30. Oktober 1698 · Seite 421r · Scan 869
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[421r]
Zeile 1
1698
Zeilen 5–7
Famulus praefecti ebrius suum errorem excusat.
(lat) Der Diener des Landvogt entschuldigt sich in betrunkenem Zustand für seinen Fehler.

Transkription

October
1
zuerfahren, was Felix für Vnfueg
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erlitten. Der gieng alsobald mit
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dem Zedel von mir: ob aber er den Zedel
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dem Weÿbel zugestellt, weisß ich nit.
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Gegen 11 Vhren ist gesagter Baschi kommen,
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aber weder der Felix, noch der Weÿbel mit
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ihme vnnd fragte, was mein Ver-
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langen seye, mit zimmlich vnformlichen
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Worten. Ich antwortete, das Felix
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Freÿ heüt vber ihne klagt, ob hette er
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ihnen härdfellig gemacht etc. Weilen
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aber auf ein Klag auch ein Verant-
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wortung gehöre, hab ich wollen, daß
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beide erscheinen, vnnd Klag vnnd Ant-
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wort vor mir vorbringen sollen. Er
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antwortete, daß xxxa er den Affront noch
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niemahlen erlitten, das ein Weÿbel ihne
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zuführen solle, wüsße selber, was er
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zuthun: seye schon 19 Herren Landtvögten
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diener geweßen, wolle für sich selbsten
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gehorsamb seÿn: woll aber dem Herrn Landt-
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Vogt den Zedel weißen, vnnd zeigen, wie
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mann mit ihme verfahren. Ich
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sagte wider, daß der Weÿbel ihne nit hette
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sollen allhero führen, sonder begleiten, damit
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ich ein ehrlichen Mann darbÿ hette etc.
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Er möge aber den Zedel dem Herrn Landt-
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vogt zeigen oder nit, verhofe ich, anders
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nicht, als was recht ist, gethan zuhaben.
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Vnnd habe ich anders nichts verlangt, als
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ein Antwort auf die Klag. Ja
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wohl, sagte er, es ist gestert ein Fu-
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rier da geweßen, welcher den Stofel
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Strasßer im Wyrtshauß vbel zuge-
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richt:

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Nicht lesbar.