Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

28. Oktober 1698 · Seite 418v · Scan 864
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Marginalie
[418v]
Zeile 1
1698
Zeilen 13–15
Mirabilis flamma in bubuculo mactato exardescens .
(lat) Eine wundersames Feuer entzündet sich am gemetzgeten Stier.

Transkription

October.
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müesßen: folgends war ein saurer
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Wein: vnnd vmb so vill mehr in selbigen
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Ohrten, wo meistes weisße trauben
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gewachsen seÿnd etc. Gott aber dem aller-
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gütigsten vnnd Gnädigsten seÿe höchster
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dank vmb daß, so er vnß so Vätterlich
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mitgetheilt. Der Abend ist Spieg-
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el-hell geweßen, vnnd wähete dazu
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ein sehr kalter Vnderluft, also das mann
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nechsten tag ein starke Gefröhrne
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ersorget. Ich hab vor-
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hero vergesßen zu erzellen, das alß
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gester der Mezger vnßer Hägeli
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geschlachtet, vnnd aben die Haut abge-
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zogen, wolte er den Leib öfnen, vnnd
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sehen, wo der Fähler geweßen. Vnnd also
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hierüber ein bÿstehender Knab mit dem
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Liecht dazu nachete, vmb desto besser
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alles zu sehen, ist ein zartes feürlin
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an dem gemezgeten Tierlin entstanden,
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nit anderst, als were es mit brandt-
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nen-Wein ernezt, welches auch vast
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ein halb Ave Maria gehalten, mit ganz
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blauwer Farb, bis es einer von den
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vmbstehenden außgeblasen. Wir
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discurrierten nachgends lang von disem
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Feüwr, was doch es für ein Mate-
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riam gehabt, so weder zeichen noch brand
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am Fleisch hinderlasßen: könnten aber
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es nit errathen, vnnd sagte ein ieder
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er dergleichen sein Lebtag nit gesehen.
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Vnnd bekenne ich, daß es nachgends
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mir vill Nachdenkens gemacht: allein
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ich

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