Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

13. Oktober 1698 · Seite 406v · Scan 840
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Marginalie
[406v]
Zeile 1
1698
Zeilen 9–11
Horreum fere vacuum relinquit Pater Œconomus.
(lat) Pater Statthalter lässt eine beinahe leere Scheune zurück.
Zeilen 17–23
Pater Oeconomus queritur Venatores suos a Praefecto citatos, et pepecuniaria mulcta ligatos ob cervum nuper captum et ad me delatum.
(lat) Pater Statthalter beklagt sich, dass seine Jäger vom Landvogt vorgeladen und mit einer Busse belegt wurden wegen dem Hirsch, den sie neulich erlegt und mir zugebracht hatten.

Transkription

October
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seÿe, hofe ich, der selbe brief thüe das
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Weyerlin nit berühren, sonder andere Güter.
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Doch wolten wir zu vor den Augenschein
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einnemmen, vnnd soll geschehen, was recht
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ist. Wollen hiermit den Handel einge-
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stellt seÿn lasßen, bis zu dem Augenschein.
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Den 13. Octobris. Ist wider ein edler tag gewesen,
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vnnd den Traubens sehr dienstlich. Ich
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bin nach Mittag auf Eschenz spaziert,
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dorten ich den Spicher vnnd Schüttenen
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visitiert, vnnd alles schier lähr ge-
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funden, daß also ich einem künftigen
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Statthalteren für hiesiges Ohrt Plaz
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gnug werde zeigen können, die Schütten
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anzufüllen etc. Ich schreibte heüt
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Vogt Rÿeplin, ihne berichtend, wie daß
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gestert vnßere jeger zu mir kommen
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vnnd angezeigt, daß iezmahl Herr Landt-
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vogt vnßeren Gablenmacher Ioachim
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Mezger vor sich beruefen, vmb den
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von ihme erlegten, vnnd mir zuge-
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brachten Hirschen zu Red gestellt, auch
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erfragt, was ich ihme darfür gegeben etc.
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endtlich ihnen gesagt, daß Hochgewild
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gehört der hochen Oberkeit: vnnd weil dann
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sie es ihme nit zugebracht, sollen sie
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ihme 9 Florin erlegen, vnnd also wider
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heimkehren. Weil nunn vnßere
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Stiftungen heiter sagen, daß die Jag-
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barkeit in vnßeren Grichten vnß ge-
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hören

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