Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

1. September 1698 · Seite 394r · Scan 813
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Marginalie
[394r] 1698
Zeilen 11–12
Faenisecium secundum coeptum.
(lat) Der zweite Heuschnitt wird begonnen.
Zeilen 19–23
Burgimagister Eschenzius queritur contra Patrem Oeconomum, ratione pascuorum etc. quos invaderat.
(lat) Der Bürgermeister von Eschenz klagt gegen Pater Statthalter, wegen der Weiden, in die er eingedrungen ist.

Transkription

September.
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Der 1. Septembris. Hatte ein milten, gewülk-
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ten Morgen, vnnd fiel ein zimmlich
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gutes Sprüzlin am Morgen gegen
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6 vnnd 7 Vhren. Hernach hellet sich
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der Himmel, vnnd war ein so schöner
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vnnd warmer Tag, als ie einer diß
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jahr dato geweßen. Auf den Abend
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beziehete sich der Himmel wider stark,
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vnnd treüwete ander Wetter: massen
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vmb 9 Vhren angefangen ein zimm-
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lich starker Sprutz zu fallen. Den
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Tag haben wir angefangen in vnser
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Schloss-Wiß zu embden; vnnd müsste
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ich die ordinari vnßere Embder mit
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bott vor mich bringen, weilen sie gester
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auf mein Erforderen zimmlich schnöden
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bescheid gegeben. Sagend aber heüt, als
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sie den Ernst gesehen, zimmlich düsich
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worden. Gegen 9 Vhren ist Burger-
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mit dem Schafrater brief, trib vnnd
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trab haltend: vnnd war auch Meister
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Johannes Volmann der Schuster ge-
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genwertig (welcher vermeinete,
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ob were er nit diser Vrsachen halben
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kommen, sonder anderen Gescheften halben:
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ich merkte aber es ganz wohl, vnnd
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erweisete endtlich der Act alles)
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Welcher mir vorgehalten, das gester
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eine Particular Gemeind zu Ver-
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deutung des Obs sie zusamen genommen
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vnnd

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