Transkription
1
Schnitter sie nit wollen mit sich speisen
2
lasßen, soll ihren der Knecht Speiß geben.
3
Ist also sie wider dahin gangen: nit weisß
4
ich, mit was für Effect: so die Zeit
5
geben wirdt. Alß wir auf Kalch-
7
seÿnd von Herrn Pater Beichtiger, vnnd der Frauw
8
Abbtÿsßin begrüesst, vnnd zu dem Mittag
9
Esßen invitiert worden: desßen wir vnß
10
bedanket, vnnd seÿnd also nüechter wider
11
heimgangen. Ich hab vor ausgehen von
12
Freüwdenfels auf Eschenz geschikt, eint-
13
weders 4 Masß Hürling, oder 5 oder 6
14
Pfund sonst gute Fisch zu haben. Wenn ich
15
solche hette bekommen, wolte ich zu Kalcheren
16
bÿ dem Mittag-Esßen gebliben seÿn: anderst
17
aber zu schmarozen, hatte ich dermahlen
18
kein Verlangen. Auf die Nacht
19
hatten wir wenig Hofnung zu besßerem
20
folgenden Tag.
21
Den 23. Augusti. Fande mann am Morgen
22
meistes hellen Himmel: die Sonne aber
23
stuende auß einem diken Gewülk her-
24
vor leüchtete frölich vast ein halbe
25
Stund, da sie sich wider verborgen,
26
vnnd hinwider ein dik tropfeter Reegen
27
vast eine halbe Viertel-Stund lang
28
gefallen. Hatte sehr dik vnlustig Ge-
29
wülk, vnnd waren die Spize der bergen
30
mit Nebel behenkt. Wechslete hernach
31
ab, bis auf den Abend, vnnd streichte ein kalter
32
Vnder-