Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

11. November 1694 · Seite 387r · Scan 799
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Marginalie
[387r] 1698

Transkription

Augustus.
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befelch, darumben ein Spruch gehen zu-
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lasßen, anderst als mit Vorbehalt mein-
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er Oberkeit, die ich darumb berichten
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werde. Herr Landtamann redte
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darüber, daß weilen ich hierumb kein
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befelch habe, wollen sie gänzlich dar-
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von abstrahieren, vnnd nichts auf daß
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Papÿr nemmen, vermeinte aber, mann
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könte etwann zu dem Hauß-brauch
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dem Wÿrthen ein mehrers vnverum-
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geltet hingehen lasßen, vnnd wenn ein
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Fueder nit genug ware, bis auf die 9 Saum
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ihne begnaden. Darüber ich geantwort-
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et, wann mann ein Schuldigkeit darauß
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machen wolle, könne vnnd werde ich
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nichts eingehen: so aber der Wÿrdt die Re-
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mission auch zu einer Gnad erkennen,
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wolle ich zu Respect gegenwertiger
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Herren thun, was sich thun lasße, als
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lang ich hier verbleibe. Wann aber
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ein anderer nacher kommen, müsße der
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Wÿrth erwarten, Waß etwann diser
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ein befelch haben, oder selbsten ordnen
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werde. Glaub doch, daß ein ieder
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die Gebühr beobachten, vnnd ehender
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die Miltigkeit, als Schärpfe brauchen
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werde: wenn aber mann ein Recht dar-
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auß zumachen sueche, könne mann
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auch nit so leichtlich sich darvon treiben
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lasßen. Die herren redten auch dar-
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zu, vnnd verbleibte also diser Articul
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vnversehrt. Nach demme nunn
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wir also dise Sachen weitläufig dispu-
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tiert,

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