Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

11. November 1694 · Seite 386r · Scan 797
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Marginalie
[386r]
Zeilen 1–3
1698 Queritur 4. 0 contra gabellam vinariam.
(lat) 4. klagt er über die Weinsteuer.

Transkription

Augustus.
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klagte 4o. Daß er auch mit dem Vm-
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gelt beschwärt werde, in dem Mann
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daß Vmbgelt, das ihme an seinen
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eigenen Reeben erwachsten Weinß
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von ihme erfordere: da doch ein Ver-
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trag vorhanden, welcher heiter ver-
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deüte, daß ein ieder burger den an
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eigenen seinen Reeben erwachsenen
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Wein ohnverumbgeltet aussschenken
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möge. Verhofe, das er bÿ dem brief
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geschirmet, vnnd diser Burde enthebt
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solle werden. Ich antwortete,
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daß mich wundere, daß er den schon alten
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brauch der Herrschaft disputieren
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wolle. Denn 1o. Seÿe der lange brauch
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ein Prob deß Rechtens. 2o. Sage ein
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alte Wÿrts-Ordnung (die ich vorgelegt)
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klar vnnd heiter, daß ein Wÿrth auch
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sein eigenen Wein verumgelten solle.
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3o. Sage obermelter brief klarlich, daß
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ein Burger den Wein, der ihme an sein-
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en eigenen Reeben erwachßen, vnnd er
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mit saurer Arbeit erbauwen, zu verum-
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geltn nit solle schuldig seÿn. Erachte ich
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daß ein Wÿrt darunder nit verstanden
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werde, sonder ein Armer burger etc.
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4o. Gehöre die Taferena dem Gottshauß
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laut Rodlen, Vrkunden vnnd Abscheiden,
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welcher ein herrschaft Regel vor-
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schreiben könne, vnnd sie verobligier-
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en, den eigenen Wein zu verumbgelten.
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5o. Seÿe ein anders ein Zapfen-Wyrth
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vnnd ein Schild-Wÿrth. Eine Schilt Wÿrth
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wolle auch seine Recht haben, daß anderst
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niemand

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.