Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

19. August 1698 · Seite 380v · Scan 786
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Marginalie
[380v]
Zeile 1
1698
Zeilen 10–13
Patres Vicarius et Gabriel ex Cell divertunt apud nos.
(lat) Pater Vikar und Pater Gabriel aus Radolfzell kehren bei uns ein.

Transkription

Augustus.
1
tion auf, welche biß vmb 3 Vhren
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gewähret, da ich bald wider heim gangen.
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Den 18. Augusti. Hatten wir ein ganz ed-
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len Tag. Wir liesßen desßetwegen
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vnß den Schnitt im Veld wohl angelegen
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seÿn, vnnd brachten zu 300 Garben
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vnder daß Tach. Wir fanden in der
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Rüti, daß vill eingewachßen gewesen.
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Im vbrigen ist alles wohl rösch vnnd
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dühr in die Scheür kommen. Admodum Reverendus
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Pater Tiburtius Vicarius zu Cell ist gegen
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8 Vhren mit sambt Reverendus Pater Gabriel an-
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enzell (Patris Vicarii Bruederen) zu be-
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grüesßen. Sie speiseten mit vnß zu
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Mittag, bleibten hier vber Nacht, vnnd
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nechsten Morgen, nach dem sie hier cele-
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briert, vnnd ein Früe-Stüklin ge-
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nommen, seynd sie auf Veldbach
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spaziert.
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Den 19. Augusti. Hatten wir ein starke Morg-
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en-Kälthe, vnnd gegen fünf Vhren
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spruzte der Himmel ein gar geringes.
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Worvon wir des gueten Wetters schier
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verzweiflen wollen, absonderlich weile
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der Himmel meistes vberzogen ware.
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Jedoch öfnete er sich, vnnd ward zimm-
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lich hell: jedoch wähete beständig ein
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frischer

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