Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

16. August 1698 · Seite 379v · Scan 784
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Marginalie
[379r] 1698
Zeilen 15–17
Damnum grave ex grandine in vineis nostris factum.
(lat) Der Hagel richtet in unseren Weinbergen erheblichen Schaden an.
Zeilen 24–26
Sanctimoniales ex Gruenenberg appulsae.
(lat) Klosterfrauen aus Grünenberg kommen an.
Zeilen 29–31
Decimae arborum Casparo Weybel commissae.
(lat) Der Obstzehnt wird Kaspar Weibel verliehen.

Transkription

Augustus.
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der Reegen bis in die Nacht, vnnd
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zwar meistes zimmlich gewaltig. Die
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Nacht war still vnnd finster.
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Den 16. Augusti. Ist ein sehr füechter, an Spizen
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der bergen genebleter tag erfolget.
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Hernach scheinte die Sonne zimmlich her-
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für bis nach Mittag gegen 2 Vhren, da
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wider alles finster worden, vnnd gegen
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halber 4 Vhren ein starker Reegen gefall-
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en, welcher zimmlich lang gewahrt, her-
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nach zum oefteren sich widerholt, vnnd
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vnlustig worden: daß also die hofnung
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etwas Korns vnnder das tach zubringen,
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wider ganz entrunnen. Ich bin nach
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Mittag gangen vnßere Reeben in der
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Vechtenauw zu visitieren, hab gefunden,
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das der gestrige Hagel sehr vill ge-
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schaden, vnnd wo nit halben, doch ein drittel
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des Herpsts, hingenommen. Wo der Hagel
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ein berlin getrofen, waren dieselbe
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zersprungen, theil hebten schon an zufaul-
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en, vnnd fande also ich den Schaden zimmlich
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grosß. Gott segne daß vbrige. Auf
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die Nacht ist die Frauw Mueter mit der
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berg ankommen vnß zu visitieren.
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Caspar Weybel, welcher dato vnßere
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kleinen Zehendten eingezogen, klagte mir
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heüt, daß wegen wenigen Obs er nichts
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wüsste zubekommen. Wesßwegen ich
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ihme anerbotten, dennselben vmb halben
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Nuzen

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