Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

13. August 1698 · Seite 376v · Scan 778
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Marginalie
[376v]
Zeile 1
1698
Zeilen 4–6
Oeningen hinc gallum indicum aufert, et abit.
(lat) Öhningen nimmt einen Truthahn mit und geht fort.

Transkription

Augustus
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vnnd in die Scheür gebracht werden.
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Eß war aber iezt schon gethan. In Gottes
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Namen. Nach Mittag ist der Koch
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ankommen, ein welschen gemesteten
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Hanen, den ich gestert selbigem Herrn
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Decano schriftlich anerboten, abzu-
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holen, demselben ad festum S. Hypolyti
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zugebrauchen. Er sahe bÿ diser
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Occasion das mir gester von unseren
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jegeren zugebrachte Rechlin, vnnd hatte
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Lust zu demme für seine herren:
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so ich ihme gern verwilliget: allein
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dörfte er noch nit darumb importun
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seÿn, weilen er zu vor seinen herrn
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befelch vernemmen müsße. Ich sagte,
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das auch ein paar Haßen hette, so
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zu diensten weren: deren er den klein-
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eren alsobald, angenommen, vnnd sambt
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dem Hanen auf Œningen getragen.
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Auf die Nacht nach 7 Vhren ist er wider
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angelangt, vnnd daß Rech, darab Herr
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Decan vnnd seine herren wohl erfreüwt
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gewesen, sambt noch einem Haßen
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begehrt: welches alles ich gern zu-
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gegeben: doch daß mir das Rech-Fähl
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sambt einem ehrlichen Particul zuruck
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gegeben werde. Was aber den Preÿß
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anlangte, wolle ich mit Herrn Decano schon
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wüsßen vbereinzukommen. Nach dem
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er nunn mit seinem Geferdten ein
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Trunk genommen, ist er wider abgereisst,
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vnnd gesagte Stuk auf Œningen
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ge-

Anmerkungen

a Fehlender Nachtrag.
1 Das 1155 erstmals erwähnte und zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgehobene Augustiner Chorherrenstift Öhningen lag in der gleichnamigen Gemeinde im heutigen Bundesland Baden-Württemberg (Deutschland).Bibliografie