Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

2. August 1698 · Seite 367v · Scan 760
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[367v]
Zeile 1
1698
Zeilen 5–8
Equus noster principalis subito male habere a incipit.
(lat) Unser Hauptpferd beginnt plötzlich schwer zu erkranken.
Zeilen 20–21
Iudiatur ex maleficio.
(lat) Man vermutet Schadenzauber als Ursache.

Transkription

Iulius
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lassen, vnnd die Kundschaft wenigist
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bericht-Weiß anhören etc. Massen
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auch Geschehen, wie hierunden verdeüt-
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et soll werden.
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Den Tag ist vnßer Gestell-Rosß vn-
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versehens vbel erkranket, erstens
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ganz blind worden, vnnd Triefende
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Augen bekommen, nit weisß woher, ist
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hernach an allen Vieren schier lam worden,
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vnnd ausgesehen, ob es verreken wollte.
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Ich liesß alsobald den Schmid von Eschenz
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kommen, ihme ein Aderen öfnen, das
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Maul seüberen vnnd aufbikenb, vnnd
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also wider in Stahl stellen. Schikte auch
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alsobald nacher Wangen zu Meister Franzen
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[...]c pittend das er ankommen,
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vnnd dem kranken Pferdt mit arz-
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neÿen wolte beholfen seÿn. Der bott
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hatt ihnen nit angetrofen, vnnd ist er
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erst nechsten Morggen ankommen, vnnd
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so bald er das Pferdt gesehen, gleich
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gesagt, das die Krankheit nit na-
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türlich, sonder von bösen Leüten were:
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rathete, selbiges mit Geweihetemd
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Rauch Werk zubereüchen etc. so ich
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alsobald verschafet. Ich auch darab
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bald wider besßer worden, vnnd nach
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ettlichen tagen ganz wider erstarket.
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Mann wolte sagen, daß wohl Leüt
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im Land werden, welche solche Künst
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Leüt vnnd Vÿch zuerlähmen wüssten etc.

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.
c Fehlender Nachtrag.
d Unsichere Lesung.