Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

26. Juli 1698 · Seite 363r · Scan 751
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Zeile 1
[363r] 1698
Zeilen 16–20
Pater Oeconomus Clingencellensis petit subsidium pro duobos diebus in Clingencell.
(lat) Der Pater Statthalter von Klingenzell bittet um Unterstützung für zwei Tage in Klingenzell.

Transkription

Iulius
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Saal accommodieren lasßen, sampt dem
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Haußgeräd: daß vberig hatt er mir in
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Verwahrung geben. Ist auch bÿ vnß zum
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Fast-täglichen Tisch gesesßen, vnnd das erste
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Mahl hier vbernachtet, am Morgen aber
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gegen 6 Vhren von hier auf Clingenzell
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gangen etc. Gegen dem Abend
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hatt der Reegen eingehalten: ist ein feiner
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aber nit ganz fröhlicher Abend worden, vnnd
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die Sonne in einem Sak sich verschlofen.
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Den 25. Iulii. Festo S. Jacobi ist ein stiller Mor-
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gen worden, aber es gab ein zart Reegelin
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vnnd zimlich nasß, horte aber bald wider auf,
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vnnd gegen 9 Vhren öfnete sich der Himmel
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vnnd ward Sonnen-Schein bis in den Abend,
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der gantz schön vnnd lieblich ware.
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Herr Pater Statthalter von Clingenzell reitete
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heüt auf Hilzingen, pate im durch
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passieren, daß einer von vnß Morgen
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vnnd am Sonntag zu Clingenzell
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Mesß leßen wolte: welches ich gern
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zugesagt.
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Den 26. Iulii. Ist ein starke Morgen-
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röthe geweßen, worvon wir ein
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nasßen Abend erwartet: masßen er-
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folget. Dann nach dem ein schöner warm-
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er Tag gewesen, verfinsterte sich
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der Himmel gegen 3 Vhren, vnnd treüw-
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ete ein ernstliches Wetter: so doch
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endtlich nur in einem zimmlich gueten
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Regen

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