Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

23. Juli 1698 · Seite 362r · Scan 749
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[362r] 1698

Transkription

Iulius
1
dunkte mich, daß er ab meiner
2
Antwort wenig erfreüwt seÿe.
3
Ich aber wolte nit abstehen sonder sagte,
4
wolle mich noch ferner darüber
5
bedenken. Endtlich bate er, wann
6
iemand kommen werde, welcher mir
7
zu Genüegen darumben erbietete, soll
8
ich wenigist ihme darbÿ auch ein Theil
9
werden lasßen: so ich versprochen.
10
Gegen 7 Vhren ist Hanß Yßler Wÿrth
11
12
mit gleicher Pitt an mich kommen. Ich
13
aber gab ihnen ein Gläßlin Branz, vnnd
14
weisste sie ab, wie den vorigen. Gegen
15
16
ab Eppenberg Sohn kommen, pittend, daß
17
weilen der Vatter gester den grosßen
18
Zehendten empfangen, vnnd gnueg dar-
19
für bezahlt, ich ihme auch den Erbs-
20
Zehendten vergonnen wollte. Ich
21
antwortete wie oben, gab ihme vnnd
22
seinem Gespahnen (war vnßer Werk-
23
mann ab Schafrat) auch ein Glaß
24
brandt-Wein, vnnd fergete sie also ab.
25
Er sagte, wann ich den Erbs Zehendten
26
selber einziehen wolte, were es ihme
27
nit widerig. Wann aber andere den
28
bekommen sollte, vnnd er außgeschlossen
29
seÿen, were ihme solches ganz ver-
30
triesßlich. Scilicet nec mi nec tibi etc.

Anmerkungen

Keine Anmerkungen auf dieser Seite.