Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

13. Juli 1698 · Seite 351r · Scan 727
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[351r] 1698
Zeilen 4–5
Hebraeo suus equus iterum retraditur.
(lat) Dem Juden wird sein Pferd wieder zurückgegeben.
Zeilen 28–29
Pater Oeconomus Clingencellensis petit refugium.
(lat) Pater Statthalter von Klingenzell bittet um Zuflucht.

Transkription

Iulius
1
angenommen worden, absonderlich auch, weilen
2
darzu das Reegen-Wetter zimmlich ernst-
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lich geweßen. Bÿ eben diser Oc-
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casion schikte ich vnßeren Knecht auf
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künden, daß ich ihme sein Pferdt, so er
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mir iüngst mit Lügen aufgeschwezt,
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wider zustelle, vnnd soll er mir hinwider
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daß ausgeseklete Gelt vnnd 2 Malter
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Kernen an die Hand restituieren etc.
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Dann der Vogel mir neüwlich angegeben,
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daß Pferdt seÿe im Turbenthal ge-
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standen, worauf ich es erkauft, sonsten
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von einem Juden ich nichts erkaufen wolte
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haben. Nach Mittag vermeinte ich, der
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Knecht were auf Wangen verreisst, so hatt
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aber er mir erst auf den Abend die brief
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wider zugebracht: Wesßwegen ich etwas ver-
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trüsßig worden, vnnd nechsten Tag den
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Weybel dahin geschikt, aber nit mehr aus-
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gerichtet, als das der Vogel versproch-
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en lengst innert 8 Tagen vor mir zu-
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erscheinen. Eß hatt den ganzen
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Tag durch vnnd durch ernstlich geregnet.
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Wesßwegen Herr Decan vnnd Herr Pater Benno,
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da xxxa sonsten nach Mittag abzureißen
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entschlosßen waren, heüt hier ver-
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zell schikte nach Mittag seinen Laggei
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an mich mit einem brieflin, mich pitt-
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end

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Rekonstruiert: sie.