Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

28. Mai 1698 · Seite 305v · Scan 636
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[305v] 1698

Transkription

Maius
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jahren auch geschehen. Diejenige, die ihn
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gesuecht, haben wollen, der Hirsch habe
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sich im Vendenbach in See gelasßen, vnnd
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seÿe hinüber geschwummen, denn das Ge-
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spohr soll es also gegeben haben. Er
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mag seÿn, wo er will, so ist er den
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jegeren dermahlen entkommen.
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Den 27. Maii. Wähete von Morgen an ein
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nit sonders starker, doch zimmlich kalter
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Vnderluft, vnnd liesß sich die Sonne
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mithin ein wenig sehen, bald aber fiel
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wider Reegen, vnnd war nasß Wetter,
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den ganzen vbrigen Tag bis schier in
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die Nacht, da es eingehalten, vnnd hof-
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nung einer Enderung gemacht, auch
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Windstill worden.
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Den 28. Maii. War am Morgen der Himmel
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zimmlich vill blauw, vnnd fliegten an
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den bergen vnnd bÿ vnß vmb här
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vill Nebel wolken, welche die auf-
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gestandene Sonne verborgen: hatt
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doch den Reifen abgehalten, denn wegen
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grosßer Kelte, were es heüt sonsten
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ohne Reifen nit abgelofen. Vbriger
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Tag ist ganz schön worden, doch nit gar
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heisß, vsßert wo der Wind nit mögen
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hinzutringen.
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Den

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