Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

23. März 1698 · Seite 268r · Scan 561
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[268r] 1698
Zeilen 5–8
Frauenfeldii Confectionem Cerevisiæ concedere, sibi attribuunt.
(lat) Die Frauenfelder nehmen das Erteilen von Lizenzen fürs Bierbrauen für sich in Anspruch.

Transkription

Martius
1
es vnnd zartes Rißelin außgeworf-
2
en. Herr Zollikhofer ist eben
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heüt noch um 12 Vhren kommen, mir
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verdeütend, daß ein loblich Ober-
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Ambt zu Frauwenfeld das bÿer-
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breüwen für einen der Hohheit zu-
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ständige Ehehafte ansprache, vnnd
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was nur er ihren vorgebildet,
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mehr darmit nit außrichten können,
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als daß die Herren Amptleüt keines
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Weegs darvon weichen wollen.
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Wesßetwegen er sich nit zu richten
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wüsße, pittend, mann ihne hierinn
14
nit wollea steken lasßen. Mir
15
war ganz vertriesßlich solches zu-
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vernemmen. Worzu Herr Obervogt
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Rÿeplin mir auch verdeütet, daß
18
wann mann von hier dem Herrn Zollikofer
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propria authorité das byer breÿen
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permittiert hette, es sicherlich allen
21
Reden nach diesßeits vngleiche Concept
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erwekt, es were dann die herr-
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schaft von sich selbsten mit Dissre-
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putation von dißerem beginnen
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abgestanden? Wann nunn diß
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mir allerhand Gedanken erwekt,
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hab ich endtlich dem Herrn Zollikhofer den
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Einschlag gegeben, daß er seine Ge-
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danken auf Papÿr bringen, vnnd
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mir

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.