Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

16. Februar 1698 · Seite 248r · Scan 521
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[248r] 1698
Zeilen 14–16
Ioannis Zuber furor contra fabrum ferrarium.
(lat) Die Wut des Hans Zuber gegen den Schlosser.

Transkription

Februarius.
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vnnd gemacht: Sonsten was gebrochen
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war, hette Meister Hanß Zuber wider
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machen, vnnd dem neüwen Wyrth all-
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es xxxa so gut einhändigen sollen, als
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er es empfangen. So hattenb dann ich,
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vnnd andere gegenwertige darumb
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mit ihnen ein gütlichen Vergleich trefen,
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daß Schlosßer Grimm 3 Batzen an ihme selbst
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haben,c Meister Hanß Zuber 10 Batzen vnnd der Wyhrt
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5 Batzen dem Schlosßer bezahlen sollen,
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vnnd hiermit diß ein außgemachter
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Handel seÿn solle. Desßen der
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Schlosßer lang nit wollen zufriden, endtlich
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doch, wie andere sich ergeben. Eß
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ist hernach Hanß Zuber in Ÿfer ge-
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rathen, vnnd hatt den Schlosßer ein Pfusch-
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er genambset, darab er auch ergrimm-
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et, vnnd ihme vor Oberkeit zusuech-
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en getreüwet etc. Liesß gar nit dar-
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zu reden, sonder wollte sein guten Namen
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wider haben. Ich könnte nit helfen,
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weilen mann mein zusprechen nit vill
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achten wollte, vnnd reitete wider auf
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Freüwdenfels, liesß mir noch ein
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Süpplin geben (war schon halber 1 Vhr)
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vnnd verrichtete andere meine Ge-
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scheft.
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Den 16. Februarii. Ist wider ein frischer, sehr
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trüeber vnnd nasßer Morgen gewesen,
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dann auch vast ganze Nacht ein zart
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frisch Reegelin gefallen etc.

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Unsichere Lesung: zunuz.
b Unsichere Lesung.
c Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "haben," eingefügt.