Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

15. Februar 1698 · Seite 246v · Scan 518
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Zeile 1
[246v] 1698
Zeilen 14–15
Dies mulctarum in Eschenz.
(lat) Tag des Bussengerichts.
Zeilen 25–26
Comitia in Eschenz.
(lat) Gemeindeversammlung in Eschenz.
Zeilen 28–30
Duri sunt Eschenzii contra cauponem novum.
(lat) Die Eschenzer zeigen sich hart gegenüber dem neuen Wirt.

Transkription

Februarius.
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von Frauwenfeld, die mit vns ganz
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fründtlich geweßen, vnnd allerhand
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Discursus gemacht. Nach demme wir
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schier 2 Stund bÿ Herrn Patri Statthalteren,
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vnnd nachgends bÿ Herrn Patri Seniore
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Augustino, welcher auch bettligerig
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ware, vnß aufgehalten, seynd wir
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wider nacher Hauß geritten etc.
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Den 13. Februarii. Ist ein ganz vnlustiger,
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trüeber-Reegen-Tag geweßen,
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vnnd sehr nasß, biß in die Nacht, mit
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zimmlich starkem, doch nit sonders kalt-
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em Vnderwind. Den Tag haltete
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ich Buosßen-Gericht, war nichts sonders,
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vsßert was die Schlaghandel in der
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Faßnacht geben, so doch gering waren.
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Den 14. Februarii. Ist nit weniger vnbestandig vnnd
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vnlustig geweßen, auch mithin von
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zimmlichem Reegen.
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Den 15. Februarii. Nach demme die Nacht durch vnnd
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durch nit wenig geregnet, foglte auch
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ein nasßer, vnlustiger, nebliger
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Morgen, vnnd schier ganzer Tag.
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Wir halteten heüt LiechtMessgemeind,
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darbÿ vnderschidlich Sachen vorkommen; vnnd
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legten die Eschenzer vnßerem neüw-
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en Wÿrten noch ein Eÿmer Wein
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auf, vneracht er neüwlich schon 2
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Eymer gegeben, vnnd zu 2 Viertel Kern-
30
nem

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