Transkription
1
vermeint. In der Nacht ist der
2
Wind widerumb ie lenger, ie sterker
3
worden.
4
Den 12. Februarii. Am Aschena-Mittwoch war der
5
Wind annoch ernstlich, sonderbar in der Nacht,
6
vnnd liesße vnß nit vill Ruhe: conti-
7
nuierte auch folgenden Tag bis gegen
8
dem Abend, da er erstillet. Am Morgen
9
erwekte er ohngefahr eine Viertel-
10
Stund lang einen zimmlich starken Reegen,
11
wordurch der Schnee meistes sich ver-
12
lohren. Meister Conrad Zuber von
13
Œningen vberbrachte vnß heüt vnser
14
15
anbefohlen zumachen: allein er hatte
16
darbÿ vill weitleüfig- vnnd Kost-
17
lich-keit gemacht, so ich nit verlangt
18
hatte, vnnd müsste also ichb alles gelten
19
lasßen, obschon es iezt 5 Gulden gekostet,
20
da es mit meistes 2 hette können
21
gemacht werden. Nach Mittag
22
reiteten Herr Pater Dietlandus vnnd ich auf
23
Härderen, selbigen Ohrts Herrn Patrem Statt-
24
halteren zu visitieren, welcher von
25
einer starken Geschwulst, die eine
26
Wasßersucht zuseÿn erachtet worden,
27
tief im Bett gelegen. Wir trafen
28
dorten an den Herrn Doctor Pfister zu
29
30
von