Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

12. Februar 1698 · Seite 246r · Scan 517
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[246r] 1698
Zeile 4
Turbo nocturnus.
(lat) Nächtlicher Sturm.
Zeilen 12–14
Conradus Zuber affert tabulas pro ...culi.
(lat) Konrad Zuber bringt die Tafeln für das Wohnzimmer.
Zeilen 22–25
Pater Dietlandus et Ioseph invisunt ægrotum Patrem Œconomum in Herderen.
(lat) Patres Dietlandus und Joseph besuchen den kranken Pater Statthalter von Herdern.
Zeilen 28–29
Medicus Pfister ex Schafhusen.
(lat) Doktor Pfister aus Schaffhausen.

Transkription

Februarius
1
vermeint. In der Nacht ist der
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Wind widerumb ie lenger, ie sterker
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worden.
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Den 12. Februarii. Am Aschena-Mittwoch war der
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Wind annoch ernstlich, sonderbar in der Nacht,
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vnnd liesße vnß nit vill Ruhe: conti-
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nuierte auch folgenden Tag bis gegen
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dem Abend, da er erstillet. Am Morgen
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erwekte er ohngefahr eine Viertel-
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Stund lang einen zimmlich starken Reegen,
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wordurch der Schnee meistes sich ver-
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Œningen vberbrachte vnß heüt vnser
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Tavor in vnßere Stuben, so ich ihme
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anbefohlen zumachen: allein er hatte
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darbÿ vill weitleüfig- vnnd Kost-
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lich-keit gemacht, so ich nit verlangt
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hatte, vnnd müsste also ichb alles gelten
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lasßen, obschon es iezt 5 Gulden gekostet,
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da es mit meistes 2 hette können
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gemacht werden. Nach Mittag
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reiteten Herr Pater Dietlandus vnnd ich auf
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halteren zu visitieren, welcher von
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einer starken Geschwulst, die eine
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Wasßersucht zuseÿn erachtet worden,
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tief im Bett gelegen. Wir trafen
28
dorten an den Herrn Doctor Pfister zu
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von

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "ich" eingefügt.