Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

11. Februar 1698 · Seite 243v · Scan 512
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Zeile 1
[243v] 1698
Zeilen 11–14
Caupo Harderus iterum quærulosus de bacchanalibus conventibus.
(lat) Der Wirt Harder beklagt sich erneut über die Zusammenkünfte anlässlich der Fasnacht.

Transkription

Februarius
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lich weil mann vnß sagen wollen,
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es werden der Gästen so vill kommen,
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das der Ohrt zu Eng seÿn möchte etc.
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Ich schreibte deretwegen an Herrn Decanum
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ein kurzes Brieflin, zu vnßer Endt-
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schuldigung, den aber er gantz vngern
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angenommen, vnnd nit wenig vertrüsß-
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lich worden von vnßerem Außbleiben.
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Den 7. Februarii. Hatten wir ein gewülkten
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nit kalten Morgen etc. Gleich nach
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meiner Mesß kombt Cronenwÿrth
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Harder, sich beklagend, er habe ver-
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nommen, daß ich gestert dem Weybel
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befohlen, zuverschafen, das künftigen
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Sonntag die Faßnacht bÿ dem vnderen
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Wÿrtshauß gehalten, auch Zinstag dar-
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über dorten erlaubt sollte seÿn. Nunn
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seÿe er ein Burger, werde es Gott
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will diße ihme nit verwehren. Ich
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antwortete, sein Frauw seye neüw-
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lich bÿ mir geweßen, pittend, ich die
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Faßnacht im vmbgang von einem Wÿrth
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zum anderen solle fahren lasßen. So ich
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zugesagt. Weil nunn er Cronen-
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Wÿhrt sie zum ersten mahl gehabt, seÿe
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es iezt an demme, daß iezt der ander
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Wÿrth sie haben solle. Desßen er endt-
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lich wohl zufriden geweßen, doch begehrt,
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weil der vmbgang seÿe, soll ich ihme her-
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nach den Faßnacht Zinstag zugeben.
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Ich antwortete, daß am Faßnacht
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Zinstag

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