Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

6. Februar 1698 · Seite 242v · Scan 510
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[242v] 1698
Zeilen 20–21
Durities glaciei in lacu.
(lat) Die Härte des Eises auf dem See.
Zeilen 25–30
Monetur denuo Dominus Præfectus in Steinegg de tritico corrupto in horreum nostrum illato.
(lat) Der Herr Landvogt von Steinegg wird erneut an das schlechte Getreide erinnert, das er in unseren Speicher geliefert hat.

Transkription

Februarius
1
Heilige Mesß schon fertig geweßen, dannach
2
zu mir nit kommen, sonder in Wald gefahren,
3
hette etwas anderern Vortheils darbÿ.
4
Nichts destoweniger resolvierte ich endtlich
5
in Gottes Namen ihne anzustellen: sonsten
6
was an dergleichen Wahr gefählt hette,
7
were einzig mir die Vrsach zugemesßen
8
worden. Joß Brodtbek ein hiesiger
9
Burger, welcher auch ein Seiler, vnnd
10
darzu dem Ampt schuldig, hette eben
11
diße Arbeit verrichten, vnnd vnßer
12
Hauß providieren können: iezt musß
13
ich daß paare Gelt außgeben, darbÿ
14
dem Brodtbeken schon alles were bezahlt
15
geweßen. In Gottes Namen.
16
Den 6. Februarii. Ist wider der ganze Tag meistes
17
hell, vnnd lieblich, auch nit kalt ge-
18
weßen etc. vnnd streichte ein nit kalter
19
Vnderluft. Vneracht wir vermeinten,
20
daß Yß auf dem See were ganz vnkreft-
21
ig, so hatt nichts desto weniger nach Mit-
22
tag einer sich darauf wagen, vnnd biß
23
schier gegen Stekenbohren spazieren dörfen.
24
Ich schikte heüt vnßeren Hanß Bach Stab-
25
halteren zu Herrn Obervogten zu Steinegg,
26
mit einem Brieflicha, ihne nochmahlen
27
pittend, den neüwlich in Spicher gezins-
28
eten vnwährhaften Kernen abzuwechßlen,
29
anderst ich bÿ hocherem Ohrt es anbringen
30
müsste,

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.