Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

31. Januar 1698 · Seite 239r · Scan 503
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[239r] 1698
Zeilen 11–13
Præco Gachnangæ urget solutionem a Vicario in Eschenz.
(lat) Der Prädikant von Gachnang drängt darauf, dass der Vikar von Eschenz seine Schulden bezahlt.

Transkription

Ianuarius.
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Den 30. Ianuarii. Ist gewülkter Tag gewesen
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vnnd streichte der Oberluft, welcher
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den zarten Schnee-Staub vill hin vnnd
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wider gestreift vnnd angehenkt: auch
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also bis in die Nacht continuiert. Herr
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Pater Marian spazierte heüt nach 7 Vhren
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auß dem hauß (sagte niemanda
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wohin) vnnd kam erst Abendts nach
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5 Vhren wider allhero. Nach Mittag
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ist ein Expresser ankommen von herren
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Prædicanten zu Gachnang, welcher et-
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was Ansprach führte an Herrn Pfarr-
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eren zu Eschenz, vnnd treüwete
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an höcheren Ohrten zuklagen, wann
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er nit sambt allen vnkösten, laut
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Lands-Brauchs bezahlt werde etc.
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Ich lachte darab, antwortend, daß
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neüwlich mich in ein Mittel schlagen,
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vnnd mit den Schulden wegen Herrn Reng-
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gers tractieren wollen, wann mann
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etwas Nachlasß thuen wollte. Nach
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demme aber mann nit daran kommen
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wollen, mögen sie selbsten thuen
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nach ihrem Gefallen. Liesß dem
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Botten ein Trunk geben, vnnd also mit
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schriftlicher Antwort an gesagten
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Herrn Prædicanten wider nacher hauß gehen.
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Den 31. Ianuarii. Staubte am Morgen
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der Himmel wider also, vneracht dem
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Aug nach xxxber halb hell scheinete,
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vnnd war sehr kalt. Der
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Neüwe

Anmerkungen

a Texteingriff durch Edition: "niemand)" durch "niemand" ersetzt. Überflüssige Schlussklammer entfernt.
b Streichung durch Autor. Rekonstruiert: da.