Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

26. Januar 1698 · Seite 237v · Scan 500
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[237v]

Transkription

1
þa Ignosce lector oblivioni. Alß ich desßen
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berichtet worden, könnte ich mir nit
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einbilden, daß die vngeschikte Red
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nit gebürth hette dem Grichtsherren,
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nit aber dem Landtvogt zustrafen.
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Wesßwegen ich gleich an vnßeren Herrn Ober-
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Vogt Ryepplin ein Brieflin geschikt,
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mich darumb beklagend, vnnd pittend,
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daß er meinetwegen erstens mit den
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Herren Amptleüten, nachgends (so es gut
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Befundenb warde) mit Herrn Landtvogt
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selber reden, vnnd meinetwegen
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sich desßen beklagen wolte. Herr
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Obervogt thate also, vnnd antworte-
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te mir bald folgende Wort.
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Berichte, daß ich mit Herrn Landtvogt
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in Gegenwartc Herren Ober Amptleüten
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ratione Murers Hanß Geüggis, nach demme
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zuvor mit Herrn Landschreiber vnnd Land-
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Amman mich erspracht, geredt, der
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anfänglich mit nit wohl empfangen, etc.
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Endtlich aber vnangesehen er den handel
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für sich behaubten wollen, auf gethane
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Interposition vbriger zweÿer herren,
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endtlich solches nachgesehen, vnnd sein
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maurer schuldige Büesßung ihro
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Hochwürden abtretten, mit vermelden,
28
er seÿe nit gesinnet den Grichtsherren
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was zunemmen: weilen aber mann ihme
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gesagt,
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Vide verso hoc folio

Anmerkungen

a Langer Nachtrag. Bei den Schilderungen auf dieser Seite handelt es sich um Präzisierungen zu einem Fall, der auf der nächsten Seite behandelt wird.
b Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
c Unsichere Lesung.