Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

24. Januar 1698 · Seite 235v · Scan 496
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[235v] 1698
Zeilen 11–12
Æditui munus pauci ambiunt.
(lat) Wenige bewerben sich um das Amt des Messmers.

Transkription

Ianuarius
1
Gnädigen Herrn Vrlaub, giengen wider mit Herrn
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Berg hinauf begleiteten ihne bis an
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sein Hauß, vnnd giengen darnach wider
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auf Freudenfels. Der Abend war
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still, vnnd meistes hell, auch sehr kalt.
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Den 23. Ianuarii. Ist der Morgen trüeb aufge-
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standen, vndn gab der Himmel etwas Schnees
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mithin zart, mithin starke Floken, aber nit
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in quantitet: doch möchte der Schnee endtlich
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den alten verdeken. Weilen Johannes
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Diener den Meßmer dienst, den er vill
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jahr versehen, aufgekündt, ist erstlich Jo-
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hannes Brunegger, hernach als es dem
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Brunegger wider verleidet, Johannes
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Traber der jung darumb nachgelofen.
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Ich berathete mich mit vnßeren herren,
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wollte aber heüt noch kein Schlusß machen,
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sonder gabe es ihme wohl zubedenken,
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auch wolte ich noch fernere Reflexion
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machen, vnnd künftig ein Schlusß geben.
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Den 24. Ianuarii. In der Nacht ist ein starker
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Sturm geweßen, welcher den zumahl
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fallenden Schnee stark vnder die Tühre,
25
vnnd in den Strasßen zu Zwechtenen
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zusamen geiagt. Der Wind stillete
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am Morgen alligklich, aber der Schnee
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fiehl schier den ganzen Tag etc. legte
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endtlich sich in 3 oder 4 Zwerchfinger
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hoch: war sonsten nit sonders kalt.
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Vnßer Laggei ist heüt seiner hof-
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nung wider beraubt worden, in dem
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der neüwlich gedingte Jacob [...]a
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wider ankommen, vnnd sein Meÿnung, den
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dienst auff LiechtMesß anzutretten,
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frisch

Anmerkungen

a Fehlender Nachtrag.