Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

29. Dezember 1697 · Seite 224v · Scan 472
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[224v] 1697
Zeilen 9–11
Bos et porcus mactati pro usu domestico.
(lat) Für den Hausgebrauch werden ein Stier und ein Schwein geschlachtet.
Zeilen 28–30
Munera farciminum variis missa.
(lat) Verschiedenen Personen werden Würste als Geschenk geschickt.

Transkription

December.
1
Auf den Abend aber wider heim kommen. Ge-
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gen 7 Vhren fieng der Nebel sich an all-
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gemach in die Tiefe zu henken, so daß
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vmb 9 Vhren alles vmb vnß har voller
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Nebel gewesen.
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Den 28. Decembris. Fanden wir den Nebel wider
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zimmlich diken vmb vnß har. Ich
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liesß heüt ein klein Stierlin, vnnd
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ein Schweinlin mezgen, solche in Rauch zu-
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henken etc., vnnd also den Sommer durch
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fleisch zu haben für vnßer Volk etc.
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Daß Stierlin hatte ein Mangel in der Lung-
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gen, im vbrigen war es zimmlich gut. Ich
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liesß das Bluot ausschütten, vnnd alles
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inngeweid armen Leüten geben, xxxa daß
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Fleisch alles für das Gesind einsalzen,
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für vnß aber auß der Mezg frisch Fleisch
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beschiken. Der Nebel hatte sich
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vnder Tagen aufgezogen, aber nie kein
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hellen Himmel geben: gegen der Nacht liesße
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er sich wider vnder sich, vnnd bedekte
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alles.
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Den 29. Decembris. Ist der Nebel am Morgen
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wider diker gelegen, doch vmb 4 Vhren
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war der Mond durch denselben anzu-
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sehen; nachgends aber nit mehr, dann
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der Nebel diker worden. Ich schikte
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heüt Herrn Obervogt Rÿepplin vnnd seiner
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Frau Mueter etwas Bluot- Leber vnnd
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Brathwürst, sampt 3,5 Pfund Schweinene
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Ripplin: auch pro Patres Capucinis zu
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Frauwenfeld 6 Brat-Würst vnnd 5,5
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Pfund Schweini Fleisch: so dann vnßeren
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herren

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Nicht lesbar.