Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

14. Dezember 1697 · Seite 219v · Scan 462
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[219v] 1697
Zeilen 24–27
Dominus Zollikhofer ratione Cerevisiæ consilium et auxilium quærit.
(lat) Herr Zollikofer sucht Rat und Hilfe wegen dem Bierbrauen.

Transkription

December.
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sonder einer dem anderen sein Glük
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auch zugonnen. Sollen hiemit erstlich
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mir die heüt erlittene vnkösten ersezen,
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dem Kirchen-Pfleger für seine Mühe
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vnnd Arbeit 6 Gulden paares Gelts bezahl-
6
en, vnnd dann alle zusambt die 117
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Klafter Ziegel-holz auf Schafhausen
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führen, vnnd den Gewünn mit ein ander-
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eren gleich theilen: vorauß auch dem Stiger
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Bluem abrichten, daß er befridiget
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seÿe: der Kirchen aber, was vber den
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Scheitera-Fuhr vnnd Schiflohn vberbleibe,
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an species Gelt erstatten, sie aber mit Reichs-
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Gelt, iedes Klafter per 0,5 Gulden sichb ersettigen.
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Desßen sie wohl zufriden geweßen, vnnd
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versprochen künftigen Monntag bÿ früher
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Zeit vor mir wider zuerscheinen, vnnd
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ein anderen des Fridens halber die hand
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zugeben etc.
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Den 14. Decembris. Ist ein gewülkter sehr
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kalter Morgen geweßen, nach meistes
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heller Nacht: darüber ein schöner Tag er-
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folget etc. Nach Mittag ist Herr Hermann
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Zollikofer ankommen, mir vortragend, wie
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daß er vor etwas Zeits seinen Sohn
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daß Bier-Brÿen lehren lasßen: als aber
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er desßen eine Quantitet gesotten, vnnd
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außschenken oder sonst verkaufen wollen,
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haben die herren zu Stein ihme daß
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handtwerk nidergelegt, mit Vorwand,
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es verwehre ihnen den Verkauf deß
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Weins etc. Er aber wolte den Sohn nit
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vmbsonsten also lehren lassen gehabt,
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finde auch nit, daß solches Bier Brÿen
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einigen

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
b Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "sich" eingefügt.