Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

13. Dezember 1697 · Seite 219r · Scan 461
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[219r] 1697

Transkription

December.
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dem anderen daß Gewühnlin gonnen
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wolle. Eß war diß ein Spruch,
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den sie nit erwartet, vnnd waren theils
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wohl zufriden, vnnd sagten, das were
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Recht: andere aber giengen traurig dar-
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von. Nach einer Stund oder circiter ist
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Marti Bluem dem Schifmacher von Stig-
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en ankommen, mit demme ich contractiert, vnnd
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iedes Klafter ein Bazen wohlfeiler
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verdinget, namlich per 6,5 Batzen da sie von
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iedem 7,5 Batzen erforderet. Zeichnete
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den Contract auf Papÿr, gab ihnen ein
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Trunk, vnnd giengen sie darüber ein
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Schif voll zuladen. Vndera desßen
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schmirzte es vnßere Lehenb-Schifleüt,
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wie nit weniger den KirchenPfleger,
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daß iezt ein frömbder sollte den Nuzen
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haben, sie aber als nit allein Lehen-Schif-
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leüt, sonder auch als Burger desßen
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entraubt seÿen, giengen gegen der Nacht
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wider zusamen, vnnd entschliesste sich
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der KirchenPfleger, ehender gar dar-
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von zustehen, alß solches Werk mit
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vnwillen zuverrichten etc. Sie schiken
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zu mir erst gegen 8 Vhren, baten,
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mann sollte vmb Gottes willen
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ihnen die Fuhr lasßen, der Bluem wolle
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gern darvon stehen, vnnd cedieren,
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auch der Kirchen Pfleger vnnd sie selbsten
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sich zu dem bequemmen, was recht were.
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Ich erfreüwete mich desßen nit wenig,
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iedoch redte ich ihnen ernstlich zu, nit so
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misßgonstig gegen ein anderen zuseÿn,
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sonder

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
b Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.