Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

13. Dezember 1697 · Seite 218v · Scan 460
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Zeile 1
[218v] 1697

Transkription

December.
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ob solches Holz zuführen nit zu dem Lehen
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gehöre? Ich berathete mich mit vns-
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eren herren, diße aber waren nit allig-
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klich gleicher Meÿnung, so das endtlich re-
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solviert, die Entscheidung von Ihro Fürstlich
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Gnaden selbsten zuerholen: vnder desßen sua-
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dierten wir, daß die Lehen-Fischer
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sich mit ein anderen fründtlich ver-
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einbahren, vnnd für dißmahl diß holz-
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es halbers sich vergleichen sollten. Wir
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könnten aber nichts außrichten, vner-
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acht wir ettliche Mittel, welche beider
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seits wohl hetten können angenommen
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werden, vorgeschlagen. Als nunn endt-
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lich wir nichts außrichten können,
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schliesste ich also, daß weilen sie ein and-
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eren misßgünstig, vnnd kein Partÿ den
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anderen den Nuzen gönnen wölle, so soll
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auch keintwederea Party die Fuhr haben,
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sonder ich nemme daß Holz in Namen
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ihrer Fürstlich Gnaden als Patroni der Kirchen
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Eschenz zu meinen handen, wolle selber
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Schifleüt bestellen, vnnd durch andere
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Leüt auf Schafhaußen führen lasßen,
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dem Kirchen Pfleger aber für sein gehabte
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Mühe ein gebührende Belohnung selber
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schöpfen. Gab darauf dem Kirchen-
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Pfleger Befelch, nacher Stigen zukehren,
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von dorten ein Schifmann mir zuzu-
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bringen, mit welchem ich daß holz zu-
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führen tractieren wolle, vnnd ihme daß
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ganze Weßen, hofentlich wohlfeiler vnnd
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zu Nuzen der Kirchen vbergeben, vnnd mögen
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sie dann auch nachsehen, weil doch keiner
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dem

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.