Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

3. Dezember 1697 · Seite 213v · Scan 450
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[213v] 1697

Transkription

December.
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wie recht ist. Ich merkte wohl, wo
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ihnen der Schuch trukte, nammlich er hatte
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ein grosße Quantitet Wein eingelegt,
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vnnd zwar in zimmlich hochem Preÿß, vn-
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erwartet der Rechnung, welchen er iezt
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vast allen noch schuldig were: Wann nunn
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er die Wÿhrtschaft iezt quittieren sollte,
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wüsste er seinen Schulden nit vorzustehen.
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Ich könte aber anderst nit, weißte ihme
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den Lehen-Brief, darinn heiter ver-
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fasst ware, das die herrschaft den
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Verkauf alle Stund, wie es ihren eben
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vnnd gelegen were, möchte thuen.
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Liesße ihne also von mir, vneracht-
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et er getreüwet, nacher Baden
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zukehren, vnnd hofentlich zuerhalten,
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daß er auch ein Schilt-Wÿrth seÿn,
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oder wenigist Kuttlen, Würst, Leberen etc.
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seinen Gästen aufstellen möchte etc.
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Ich aber lachter darüber etc. Die
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Nacht hatte halb hellen, frischen Himmel etc.
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Den 3. Decembris. Ist ein heller, frischer Morgen
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geweßen etc. vnder Tagen ist der vnderluft
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sehr kalt angestosßen, vnnd ie lenger
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ie sterker worden, also daß er auch die
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folgende Nacht heftig gewesen, zarten
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Schneestaub durch alle Klimbsen einge-
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trungen, vnnd Zwechtenen von Schnee
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aufgeheüfet, daß vneracht vom Himmel
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nit vill Schnee kommen, dannoch die Zwech-
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tenen die Strasßen schier vnwandelbar
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ge-

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