Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

2. Dezember 1697 · Seite 212v · Scan 448
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Zeile 1
[212v] 1697

Transkription

December.
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aufzukünden. Wir haben den Wyhrt
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nit angetrofen, sonder sein Frauw, sein
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Vatter, vnnd Bruder. Gegen dennen ich
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in Abwesenheit des Meisters meine
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Gedanken eröfnet, vnnd gesagt, daß
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der mit ihme gehabte Lehen-Contract
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heiter weise, daß die herrschaft den Ver-
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Kauf thun könne, alle Stund, wie
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es ihnen eben vnnd gelegen. Nunn hab ich
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gestert mit gegenwertigem herren
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Hymbeer vnnd seiner Gemahlin den
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Verkauf gethan: künde es ihme
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hiermit an, vnnd werden sie auch wüssen,
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ihme daß Hauß einzuraumen. Eß
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ertatterte die Frauw ernstlich, vnnd
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erbleichete, wolte anfänglich mit mir
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disputieren, vnnd sonderlich klagen,
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daß mann sie nit vorgemahnet.
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Ich könnte aber ihnen erweisen, das nit
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nur ein, sonder mehrmahlen dem Meister
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Hanß gesagt, daß ein Verkauf ob-
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handen, etc. Ihnen hinwider war wider schwär,
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die gute Gelegenheit zuverliehren, vnnd
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ins künftig ihr Mezg-Kuttlen, Würst,
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Leberen vnnd andresa nit mehr brauchen
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zu können, vnnd wollte die Frauw ver-
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meinen, in eigenem ihrem hauß nit
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nur den Wein, sonder auch vermeldtes
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ihres Mezg-Geschmeüß anzubringen etc.
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Ich aber widerredte es, dann solches nit könne
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gestattet werden. etc. Sie hinwider ver-
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hoffe

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.