Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

16. November 1697 · Seite 205v · Scan 432
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[205v] 1697
Zeilen 26–30
Festum S. Ottmari in Werd iterum antiquo more solemniter celebratum.
(lat) Das Fest des Heiligen Ottmar wird in Werd erneut gemäss dem alten Brauch festlich gefeiert.

Transkription

November.
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verhörte der Gegenpart Verant-
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wortung, vnnd war zum Theil sie
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bekannt, zum Theil nit: was nunn
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Meßmer bekant ware, hatte es sein
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Richtigkeit: was aber er nit bekannt
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ware, weisete ich sie vor den Richter.
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Eß wolte Jogeli Weber zu dem herren
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Landtvogt treüwren: demme ich zwar
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nit widerig seÿn wollen, aber ernstlich
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verdeütet, daß wann er für Herrn Landt-
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Vogt kehren werde, werde ich selbsten
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vber ihne Kleger seÿn, vnnd hofent-
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lich so vill erhalten, das ich endtlich von
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seinem vnfuegen werde können ge-
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freÿet seÿn. Auf die
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Nacht sizte sich der Nebel in die Tiefe
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vnnd ganz vmb vnß har, das doch
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wir den hellen himmel sehen mögen etc.
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Den 16. Novembris. Festo Sancti Ottmari legte sich
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am Morgen erst vmb 5 Vhren ein
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zahrtes Schneelin: vnnd war kalt.
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Vnder Tagen öfnete sich der Himmel, scheinte
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mithin die Sonne, vnnd war milt
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Wetter. Aber gegen dem Abend kalte-
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te es stark. Vmb 7 Vhren
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spazierte ich nacher Eschenz, saumbte
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mich erstens ina derb Pfarkirchen,
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nachgends fahrte ich in das Werd,
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eben als Herr Pfarrer auß dem Werd
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hinausgefahren, vnnd celebrierte
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er

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
b Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.