Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

7. November 1697 · Seite 200v · Scan 422
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[200v] 1697
Zeilen 8–11
Domini Præfecti à Steinegg contra Patrem Œconomum reverentia.
(lat) Die Ehrerbietung des Herrn Obervogts von Steinegg gegenüber Pater Statthalter.
Zeilen 15–16
Decimæ ab ipso requiruntur.
(lat) Von diesem wird der Zehnt eingefordert.
Zeilen 22–23
Ipse prætendit damnum illatum.
(lat) Dieser behauptet, einen Schaden erlitten zu haben.
Zeile 27
Replicatur.
(lat) Es wird ihm geantwortet.

Transkription

November.
1
Glaß Most zubringen, weilen kein Wein
2
da ware: welches Herr Obervogt ver-
3
sucht, aber nit außgetrunken: ich aber
4
weilen ich zimmlich durst hatte, nam ein
5
Gläßlin, vnnd andere anwesende trin-
6
kten alle. Wir giengen daruber
7
von dar, vnnd wolte ich den Herrn Ober-
8
Vogten begleiten gegen Steinegg, vnnd
9
bÿ solcher Gelegenheit mehrere Gricht-
10
Stein zeigen, allein er wolte es nit ge-
11
statten, sonder er begleitete mich biß
12
in die Land-Strasß, wo er zuruk
13
gegen Steinegg, ich aber nacher Hauß
14
gangen. Vnderzwüschen hab ich ihme
15
vorgehalten, das er von einem Stük-
16
lin Aker heüw kein Zehendten gestellt.
17
Darüber er lachend antwortete, daß
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es 2 Garben betrofen, hinwider habe
19
daß Schafrater Vÿch ihme mehr als 3
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Garben verderbt: Wann ich nunn ihme
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die 3 Garben zustellen werde, wolle er
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mir 2 zum Zehendten folgen lassen.
23
Ich antwortete, daß ia niemand sich
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eigenes Gewalts könne bezahlt machen.
25
2. Gehöre der Zehendten dem Zehendherren,
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Schafrat aber habe sein sonderes Recht.
27
3. Wann ihme Schaden geschehen, hette er
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dennselben forderen sollen, wo mann
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den Schaden hette können schezen: jezt aber
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were alles vorbÿ. 4.o Were ein
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Fehler, das er den Zehendten nit lassen
32
auf-

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