Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

6. November 1697 · Seite 197v · Scan 416
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Zeile 1
[197v] 1697

Transkription

November.
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noch wolle, vnnd begehre, daß mann
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ihme sage, ob er es zuthuen schuldig seÿe;
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als dann wüsste er sich auch zuhalten.
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Herr Pfarrer antwortete, er seÿe es
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schuldig, dann der Meßmer seÿe schuldig
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dem Pfarrer zum Gottsdienst zu-
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securieren. Im fahl nunn er sich
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desßen weigeren werde, wolle er im
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Werd an gemeinen Tagen Mesß lesen,
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vnnd müsße er dann hineinfahren
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ihme zu Altar zu dienen. Mesmer
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vermeint, er nit schuldig seÿe, in
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daß Werd zufahrena etc. Herr Pfar-
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rer vermeint, der Meßmer seÿe
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schuldig ihme wenigist den Mesß Wein
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zuholen. Mann antwortete, daß
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desßen kein Beweißthum seÿn könne, in
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demme er diß niemahlen thuen müsßen,
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auch anderwerts, als zu Frauwen-
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feld ieder Priester sein Mesß-Wein
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selbsten mit sich in die Kirchen bringen
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müsße etc. Nach langem Streit
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liesße ich den Meßmer außstehen, vnnd
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zeigte hernach dem Herrn Pfarrer, Waß
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vor etwas Zeit ich Vnseremb Gnädigen Fürsten
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vnnd herren schriftlich eben dißes Streits
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halben vberschriben, welches sie eigen-
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händig vnderzeichnet, vnnd resolviert,
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Quod, nostri probetur Æditui obligatio fortioribus
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argumentis, .... ad ... onus obligare non
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possumus. etc. Herr Pfarrer wolte
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sich vngern dahin verstehen, vnnd sagte,
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das schon ander Leüt weren, welche
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den

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
b Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.