Transkription
1
verreisst. Der Abend ist heüt
2
etwas milter gewesen.
3
Den 29. Octobris. Ist am Morgen widerumb
4
alles hart gefrohren gewesen: der Himmel
5
beziehete sich am Morgen, vnnd folgends
6
mehr vnnd mehr bis nach Mittag, vnnd
7
gab endtlich ein trüeben Schneelechtigen
8
Abend. Herr Pfarrer von Wangen
9
besuechte heüt vnß, vnnd nam mit vnß
10
daß Mittag Süpplin ein: kehrte gegen
11
dem Abend wider in sein heimet etc.
12
Den 30. Octobris. War es am Morgen sehr kalt,
13
der ganze Tag aber zimmlich gewülkt, vnnd
14
milt Wetter. Herr Pater Dietlandus reit-
15
ete heüt nacher Frauwenfeld, die seinige
16
zubesuechen: schikte auf den Abend das Pferdt
17
vnnd diener wider zuruk. Ich
18
hab auf heüt den Meister Heinrich Yßler bÿ
19
20
Eschenz vor mich kommen lassen, vmb mir deß
21
von ihnen ausgeschenkten Weins halber Rech-
22
nung zugeben, vnnd daß vmgelt darfür
23
abzustatten: massen sie gethan: hatt aber
24
mir wenig ertragen. Vnder dem
25
Mittag-Tisch ist Christof Hÿmbeera von
26
Arlesheim Wÿrt daselbsten bÿ dem schwarz-
27
en Adler, vnnd begehrte vmb das in
28
vnder Eschenz xxxb vnsere Wyrtshauß,
29
mit mir zumarkten. Wir liesßen
30
ihnen erstlich zum Tisch zu vns sizen, dann
31
aber