Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

11. Oktober 1697 · Seite 177v · Scan 376
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Latein:
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[177v] 1697
Zeilen 11–13
Lacus ex longa pluvia multum extensus.
(lat) Der See ist aufgrund des langen Regens sehr ausgedehnt.
Zeilen 22–24
Porcelli duo ab Andrea Giger in censum dati.
(lat) Andreas Giger gibt zwei Ferkel an seinen Zins.

Transkription

October.
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ich, wann nit ein Lederin Camisol angehabt
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hette, bis auf die Haut ernasset were.
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Eß continuierte daß Reegen-Wetter lang
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vnnd in die tiefe Nacht.
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Den 10. Octobris. Fahrte das Regnen immer stark
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fort, den ganzen geschlagenen Tag vast
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vnaufhörlich, so dasa mann in Wimmlen,
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was noch vberig ware, vnnd Fuhren,
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grosßen vnlust außgestanden. Auf die
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folgende Nacht durch vnnd durch, gleichwohl
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zartlich. Worab der See vnnd Rein der-
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masßen grosß worden, daß Sie den ganzen
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Sommer durch so grosß nie geweßen.
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Auch tringte daß Wasßer durch daß
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Erdrich in die Mauren, masßen vnßer
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Rosß-Stahl, Vÿeh-Stahl vnnd Trotten
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hauß, auch vnßere Keller ganze Bäch-
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lin durchgeführt, vnnd hiermit vnßere
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Gebeüw mit Feüchtigkeiten stark er-
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füllet. War hiemit ganz vnlustig
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vnnd vertriesßlich Wetter. Eß
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hatt mir Andreas Giger der Spittelbaur
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von Vberlingen am Riethb gestert ein paar schöne iunge
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Ferlin an sein schuldigen Zinß von Herrn
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Patri Mariano herrührend, zugesandt, die
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ich gern angenommen, vnnd wie er be-
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gehrt, per 3 Gulden das paar zu verrechn-
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nen versprochen.
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Den 11. Octobris. Ist nach nasßer Nacht ein nit
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weniger, ia mehr nasßer Morgen
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erfolget, vnnd waren die hoche der bergen
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alle mit Nebel behenkt, sonsten selbige
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ohne

Anmerkungen

a Manuskriptschaden.
b Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert: "Cell" durch "Vberlingen am Rieth" ersetzt.