Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

9. Oktober 1697 · Seite 177r · Scan 375
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[177r] 1697
Zeilen 6–7
Frumenta ex horreo vendita.
(lat) Das Getreide in der Scheune wird verkauft.
Zeile 23
Ob pericula vermium.
(lat) Wegen der Gefahr von Schädlingen.

Transkription

October.
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vnnd war auch vnßer Torkel in
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der Oberen Mülli zimmlich wohl ver-
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sehen, ohneracht schon ein oder 2 jahr
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selbiger still geweßen. Von dar
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gieng ich in andere, vnnd dann auch
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in den Spicher, wo eben heüt ich eine Quan-
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titet Kernen verkauft hatte, vnnd
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empfieng eben dort ein Brieflin von
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den mir vnßer Mesmer zugewisen,
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welcher sich anerbotten, mit mir zuhand-
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len, daß iedoch ihne wider berichten solle etc.
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Wann Meßmer Diener mich ehender
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berichtet hette, das dißer Murer Frucht
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zu kaufen ankommen warde, hette ich
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heüt nichts verkauft, sonder alles ihme
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zukommen lasßen etc. Eß war aber iezt
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schon ein namhaftes darvon. Ich be-
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fahle dem Stabhalter Hanß Bachen, für
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mich zu antworten, den Preÿß zumachen,
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vnnd dann seiner Ankunft bis Sam-
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stag zu erwarten. Die Kaufleüt
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hatten die Frucht, was sie erkauft alles
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durch die Staub-Mülle geiagt, dann
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es war ein grosse vile Staub darunder,
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so die Milben erwekt, vnnd ward ich hier-
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mit genötiget zu verkaufen, sonsten
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lieber lenger wolte gewartet haben.
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Ich gieng darüber zu den noch vbrigen
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Trotten, vnnd endtlich nacher hauß. Eß
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regnete in desßen ganz ernstlich, so das
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ich, wann

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