Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

25. August 1697 · Seite 150r · Scan 319
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[150r] 1697
Zeilen 22–23
Blasphæma nupera in Frauenfeld mittitur.
(lat) Die lästernde Person von neulich wurde nach Frauenfeld geschickt.

Transkription

Augustus
1
ihre Sach dermasßen wohl vorzugeben,
2
auch alle Gelegenheit selbiger Statt vnnd
3
Innwohneren, vnnd ganzer begebenheit
4
zu beschreiben, daß wir ihnen anderst nit,
5
als glauben zustellen können: Gab auch
6
ihnen ein ehrliche Steür, sampt einer
7
Masß Wein vnnd Brodt, vnnd liesß sie
8
also fort marschieren. Nach wenigen
9
Tagen wolte mann sagen, es weren zwen
10
arge Vögel geweßen, die falsche brief
11
tragten, vnnd nit selbsten brunst-be-
12
schädigte, sonder betriegerliche Leüt weren.
13
Wir wollen es dem lieben Gott befehlen,
14
qui est serutator cordium, vnnd daß ienige,
15
was wir ihnen hinauß geben, für ein
16
Allmußen lasßen bleiben etc.
17
Den 25. Augusti. Ist der Tag erschrokenlich trüeb
18
eingangen, vnnd henkte sich das Gewülk
19
an die berg vber die masßen finster, bis
20
gegen 7 Vhren, da sich der Himmel in et-
21
was eröfnet, vnnd die Sonne mithin
22
bliken lasßen. Die gester verklagte
23
Persohn ist heüt Morgen frühe wegen
24
ihren lästerlichen Worten durch den
26
feld geführt worden, nach demme xxxa sie
27
vergangene Nacht wohl verwahrt gewe-
28
sen etc.

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Rekonstruiert: er.