Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

12. August 1697 · Seite 143r · Scan 305
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Zeile 1
[143r] 1697
Zeilen 18–19
Messis triticea absoluta.
(lat) Die Weizenernte wird beendet.

Transkription

Augustus
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wegen ich hinder die Nusßbaumer mit
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scharpfen Worten gerathen, sie außge-
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filzet, heisßen fortgehen, vnnd im fahl
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sie andermahl wider allhero kommen
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solten, die buosß angetreüwt. Etc. Haben
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sich darauf gleich fortgemacht; wir
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aber giengen auch allgemach nacher hauß.
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Den 12. Augusti. Ist ein starker Nebel vmb
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vnß her gelegen, welcher gegen 8 Vhren
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sich in die hoche gezögen, vnnd ein schönen
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Sonnen-Schein gelasßen, so bis gegen
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3 Vhren verbliben. Hernach iagte der
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vnderluft ein sehr schwarz Gewülk auf,
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vnnd treüwete ein schwär vngewitter.
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Ist ein zartes Reegelin vber vnß
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gangen, anderst, Gott seÿe gedanket,
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nichts geweßen: wie es anderstwo
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hergangen, ist nit bekannt. Wir
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endeten heüt vnßere Korn-Ernd zimm-
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lich glüklich, doch ward die lezte Fuhr
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vom Wetter wider in etwas genezt, aber
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nit sonders. Ich liesß auch die Erbs
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(deren wir ohngefahr ein halbe Juch-
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ert im Reebzelglein hatten) auf-
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nemmen: welches alles dermasßen
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Gschwind hergangen, daß mich ver-
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wunderet. Ist alles, doch nit vill
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ernezt, im vbrigen meistes wohl
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dürr geweßen. Auf die Nacht
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hatte

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