Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

3. Juli 1697 · Seite 121v · Scan 262
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[121v] 1697
Zeilen 15–16
Redit in Freudenfels.
(lat) Er kehrt nach Freudenfels zurück.

Transkription

Iulius
1
Zeit zureißen, wo mann dienst vnnd
2
Pferdt im Veld zugebrauchen nothwendig
3
hatt, vnnd dann sonsten grosße Gescheft
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seÿnd, ist ia sehr vertriesßlich, ab-
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sonderlich wann die hiz grosß, etc.
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Ich verreiste darüber gleich wider nacher
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Freüwdenfels, vnnd wollte mich nit
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bereden lasßen, bÿ dem Mittag-Esßen
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zuverbleiben, ohneracht Herr Obervogt
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vnnd sein Frau Liebste mir starke in-
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stantias gemacht, vnnd Herr Pater Wolfin
12
von Rheinauw1a, welcher mit sampt Herrn Patri
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Grosß-Kelleren auch da wareb, mich
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gern pro socio menses geachtet hette.
15
Zu Freüwdenfels kam ich vmb halber
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12 Vhren glüklich an, nam mit vnseren
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herren noch etwas weniges von dem
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Mittag-Esßen, so sie vor sich hatten (ich
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befande mich nit zum besten constituiert
20
wegen eines sehr schmerzhaften haupt-
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flusßes in dem rechten Ohr) vnnd nach
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Mittag verweilete ich mich meistes bÿ
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den Heüweren, desßen mir in der Schlosß-
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Wiß ein guten Theil eingebracht, da
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gleichwohl vmb vnß har es nit wenig
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Reegen außgegosßen. Doch fieng es
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auf den Abend auch Wasßer zugeben,
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hörte aber bald wider auf, vnnd war nur
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zartlich. Folgte also auch ein stille
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rüehwige Nacht.
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Den

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert: "Rhein" durch "Rheinauw" ersetzt.
b Unsichere Lesung.
1 Die ehemalige Benediktinerabtei Rheinau lag in der gleichnamigen Gemeinde im heutigen Kanton Zürich. Sie wurde vor 858 gegründet, 1603 Mitglied der Schweizerischen Benediktinerkongregation und 1862 aufgehoben.Bibliografie