Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

23. Juni 1697 · Seite 113r · Scan 245
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[113r] 1697
Zeilen 9–11
Pater Œconomus Sonnenbergensis mittit gallum indicum.
(lat) Pater Statthalter von Sonnenberg schickt einen Truthahn.
Zeilen 15–16
At quia is necessarius non erat, remittitur.
(lat) Aber weil dieser nicht nötig war, wird er zurückgeschickt.
Zeilen 25–29
Frauenfeldii denuo suadent amicam compositionem circa controversiam vecturæ pro 3. a parte.
(lat) Die Frauenfelder raten erneut zu einer freundschaftlichen Einigung auf den dritten Teil im Schifffahrtstreit.

Transkription

Iunius
1
wo er von dißen allem entladen zuseÿn
2
sich ewig erfreüwet. So ich ihme von
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herzen gratuliere vnnd anwünsche.
4
Amen.
5
Der 23. Iunii. Haben wir durch vnnd
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durch ein vnlustigen trüeben Tag ge-
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habt, meistes mit zartem Reegelin,
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vnnd beständig wähendem sehr kaltem
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Vnderluft bis in die Nacht. Herr
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Statthalter von Sonnenberg schikte mir
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den Tag ein welschen Hanen, von welchem
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ich ihme diser Tagen etwas Andeüten
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gethan, aber nit vermeint, das er
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ihnen schiken sollte durch sein Magdt,
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sonder daß, so ich in meiner heim-
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kunft desßen nöthig were, ich durch
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iemand von vnßerem hauß den
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wolte abholen lasßen. Er war sehr
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sorgfeltig für mich, darumb ihme
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Gott danke. Den Tag em-
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pfieng ich durch Benedict Bach, so
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wegen etwas Misßreden vor Herrn Landt-
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vogt ein Verantwortung gehabt,
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von Frauwenfeld widerumb brief,
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durch welche ich erinneret ward, mit
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dennen von Stein wegen der streitigen
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Schifart fründtlich vmb den drittel
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abzukommen, vnnd also die kostbare
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Rechtfertigung dißes Streits zu Ba-
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den zuvermeiden: darzu Herr Landt-
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vogt vnnd das lobliche OberAmbt sich
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zu einem Mittel anerbotten. Ich
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hab

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