Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

30. April 1697 · Seite 77v · Scan 172
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Latein:
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[077v] 1697 a
Zeilen 9–11
Signum territoriale in Rhæno deficit.
(lat) Ein Grenzpfahl beim Rhein ist abhanden gekommen.

Transkription

Aprilis
1
Den 29. Aprilis. Wähete der OberWind von
2
Morgen an wider stark, vnnd machte frischen
3
aber sonderlich inb der frühe ein schönen hellen
4
Himmel, so gebliben bis in die Nacht.
5
Den 30. Aprilis. Ist wider ein edler Morgen
6
geweßen, aber nechst an einem Reifen.
7
Ich spazierte in der Frühe nacher Eschenz,
8
dorten ich mich ennet dem Werd stossen
9
lasßen, vmb zusehen, wo ein Mark-Pfahl
10
sollte aufgerichtet werden, weilen der
11
alte schon von zimmlich langer zeit wek-
12
gestosßen worden. Gieng darüber
13
nacher Hauß, vnnd celebrierte, vnd
14
machte Anstallt, das selbiger von
15
dem sonsten wegen etwas Flikwerks in
16
Arbeit habenden Zimmermann gerüst-
17
et werde, selbigen gelegenlich eine-
18
schlagen lasßen zukönnen.

Anmerkungen

a Texteingriff durch Edition: "1696" durch "1697" ersetzt. Irrtum des Autors.
b Unsichere Lesung.